Stundenlohn berechnen - FormelWer als Angestellter für ein Gehalt arbeitet, wird zuweilen gern seinen Stundenlohn berechnen wollen. Über den Stundenlohn lässt sich gut der Wert der Arbeit abschätzen, um beispielsweise einen realistischen Vergleichswert bei zwei Jobangeboten zu haben. Zudem kann der Umfang offener Auszahlungen für geleistete Überstunden festgestellt werden. Nun, das »Stundenlohn berechnen« geht schnell und einfach. Im Grunde nutzen wir eine simple Faustformel als »Stundenlohnrechner«: Wir bringen Lohn und Arbeitszeit ins Verhältnis.

Stundenlohn berechnen: Eine einfache Formel.

Um unseren Stundenlohn auszurechnen, müssen wir die wöchentlichen Arbeitsstunden und den monatlichen Bruttolohn festlegen. Nun gilt folgende Regel: Im ersten Schritt errechnen wir die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Arbeitsstunden. Dazu multiplizieren wir die wöchentlichen Arbeitsstunden mit 13 – und teilen das Ergebnis durch die Zahl 3 geteilt: (Wöchentliche Arbeitsstunden x 13) ÷ 3 = Durchschnittliche Arbeitsstunden pro Monat. Okay. Im nächsten Schritt teilen wir die durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Monat durch das Bruttogehalt: Bruttogehalt ÷ Durchschnittliche Arbeitsstunden pro Monat = Stundenlohn.

Stundenlohn berechnen: Beispiele.

Schauen wir uns die Faustregel in einem Beispiel an: Wie hoch ist der Stundenlohn, wenn wir eine 40-Stundenwoche haben und 2.000 EUR pro Monat brutto verdienen? In diesem Fall sieht die Rechnung wie folgt aus: Wir multiplizieren im ersten Schritt die Wochenarbeitszeit mit 13 und teilen das Ergebnis durch 3: (40 x 13) ÷ 3 = 173,33 Stunden. Also gut: Wir arbeiten also rund 173 Stunden pro Monat. Dieses Ergebnis bringen wir mit unserem Bruttolohn ins Verhältnis: 2000 ÷ 173,33. Das war´s: Jetzt können wir den Stundenlohn berechnen: Rechnen wir also mit monatlichem Gehalt von 2000 Euro, verdienen wir einen Stundenlohn in Höhe on 11,54 Euro.

Wichtige Anmerkung für Selbstständige

Eines darf man bei der Berechnung mit der obigen Faustformel nicht übersehen: Der Stundenlohn beinhaltet keine steuerlichen Abzüge, keine Rücklagen, keine kaufmännische Kostenrechnung, etc. Kurz: Der hier berechnete Stundenlohn gilt nicht für Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Wer als Freelancer, Selbstständiger, Freiberufler arbeitet, muss eine Reihe weiterer Faktoren in seine Stundensatzkalkulation einbeziehen. Dies beginnt bereits bei der zeitlichen Einschätzung der abrechenbaren Arbeitszeiten. Wer als Selbstständiger 40 Stunden pro Woche arbeitet, verdient nicht 40 Stunden lang Geld? Ganz im Gegenteil: Er muss Angebote und Rechnungen schreiben, sich fortbilden, seine Werbung erstellen, Kunden akquirieren und vieles mehr. All diese Zeiten sind NICHT abrechenbare Zeiten, die somit die effektiv abrechenbare Arbeitszeit – auf welche die Berechnung des Stundensatzes basiert – stark einschränken. Zudem muss der Selbstständige eine Reihe von Kosten über seine Arbeitsleistung decken (Personalkosten, Bürokosten, Werbekosten, Vorsorgekosten, etc.). Auch diese haben einen massiven Einfluss auf den Stundensatz.

Wer als Selbstständiger einen realistischen Vergleichswert für seinen Stundenlohn errechnen möchte, muss also etwas weiter ausholen. Bei Interesse empfehle ich euch meinen Ratgeber »Design kalkulieren«, in dem ich euch Schritt für Schritt zeige, wie ihr euren eigenen Stundensatz ausrechen könnt.

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